Übersetzungslektorat Rabenringe: Gabe

Gabe – der letzte Teil der Rabenringe-Trilogie

Nun ist die Rabenringe-Trilogie vollständig auf Deutsch erschienen: Mit dem dritten Band Gabe, nach Odinskind im Juli 2018 und Fäulnis im Januar 2019, findet die Fantasy-Geschichte um die jugendliche Heldin Hirka ihren Abschluss. Die norwegische Autorin Siri Pettersen führt Hirka in eine dritte fremde Welt: Die ihres Vaters, in der sie eigentlich aufwachsen sollte. Wieder muss sie sich an neue Lebensbedingungen anpassen, wieder muss sie mit Vorurteilen zurechtkommen. Es bleibt ihr Schicksal, überall ein bisschen, aber nirgendwo ganz dazuzugehören.

Schöne Schreiborte: Gartensofa

So ein Gartensofa lädt zum Lesen, Plaudern und Verweilen ein – aber eben auch zum Schreiben.

Ein Lieblingsort mit Lieblingsnotizbuch und Lieblingsstift, gerne Lieblingstee oder Lieblingsmilchkaffee oder Lieblingsschorle …

Ansonsten schreibe ich gerne:

Tanzen und Schreiben

Katarina Pollner ist Autorin und Schreibtrainerin sowie Trainerin für ENERGY DANCE®. Diese Leidenschaften hat sie in einem Workshopkonzept verbunden, das ich auch schon bei ihr erleben durfte und von dem ich schlichtweg begeistert bin: „Tanzen und Schreiben“.

Katarina-Pollner-fotografiert-von-Ruth-Frobeen

In diesen Workshops wird – wie der Name schon sagt – getanzt und geschrieben. Die Bewegung aktiviert die Kreativität immer wieder neu und führt im Idealfall dazu, dass man einen Schreibflow erlebt. Es ist eine tolle Möglichkeit, gemeinsam mit anderen kreativ zu sein. Wie sie auf die Idee gekommen ist, diese beiden Bereiche miteinander zu verknüpfen und wie die Bewegung beim Tanzen das Schreiben inspirieren kann, davon hat sie mir in einem Interview erzählt. Hier ein Auszug:

Als Schreibtrainerin und Schreibende befasse ich mich damit, wie wir leichter Zugang zu Inspiration und Kreativität finden können. Im Zentrum steht die Frage, wie wir das überwinden können, was uns daran hindert, frei und furchtlos zu schreiben: in erster Linie unsere Zweifel und einschränkende Vorstellungen davon, wie wir schreiben sollten. Am besten gelingt das im Flow, einem Zustand, in dem wir eins sind mit dem, was wir tun, und das Gefühl für Zeit und Raum verlieren. Wer einmal Flow erfahren hat, weiß, was ich meine. Sowohl beim Tanzen als auch beim Schreiben kann sich Flow einstellen, wenn ich mich einlasse und loslasse.

Genre-Überblick von Schreibtrainerin Anette Huesmann

Die Schreibtrainerin Anette Huesmann erklärt in ihrem aktuellen Ratgeber „Buchgenres kompakt“ alles, was es für Autorinnen und Autoren zu diesem Thema zu wissen gibt. In ihrem Fachbuch erläutert sie, wie Genres entstanden sind und warum es diese Unterscheidungen gibt. Für alle, die sich mit dem Kreativen Schreiben beschäftigen, ist es eine gute Hilfestellung, um sich einen Überblick zu verschaffen und die eigenen Texte einordnen zu können. Denn auch wenn wir uns nicht gerne in Schubladen stecken lassen – wer veröffentlichen möchte, muss seine Texte einer klaren Kategorie zuordnen, damit sie für Verlage interessant sind und später in Buchhandlungen auch vermarktet, sprich einsortiert, werden können.

Wo verlaufen die Grenzen zwischen den Genres und Subgenres?

Auf der einen Seite erleichternd, auf der anderen Seite erschwerend: Texte lassen sich nicht so leicht in Schubladen einordnen, viele verstehen unter demselben Begriff andere Geschichten oder nutzen verschiedene Begriffe für dieselbe Geschichte. Dennoch bieten Einteilungen für alle, die mit Büchern zu tun haben, eine gute Orientierung. Aus Anette Huesmanns Klappentext:

Genres zeigen, was Bücher gemeinsam haben und was sie unterscheidet. Die Entwicklung der Genres im Laufe der Jahrhunderte lässt Erzähltraditionen sichtbar werden: Wo liegen die Wurzeln wichtiger Themen, was erzählten die Bücher dieser Genres früher und was erzählen sie heute?

Eindeutige und klar abgrenzbare Definitionen der Genres und Subgenres gibt es nicht. Viele Bezeichnungen sind im Laufe von Jahrhunderten im allgemeinen Sprachgebrauch entstanden, es finden sich Ungenauigkeiten und Überschneidungen.

Haben alle Romane eine Daseinsberechtigung?

Interview fürs Alumni-Magazin der WWU

„Den Schreibmuskel kann man trainieren“

– so lautet unsere gemeinsame Grundeinstellung beim Kreativen Schreiben. Eva-Maria Lerche vom Schreibraum Münster, die Autorin Katja Angenent und ich kooperieren seit gut zwei Jahren miteinander. Wir leiten Kurse gemeinsam, besuchen gegenseitig unsere Schreibwerkstätten, dürfen im Schreibraum zu Gast sein und entwickeln spannende Projekte zusammen. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann etwas über unseren Schreibmarathon lesen oder die Textperimente im Kreativ-Haus.

Schreibraum-Münster-WWU-Thomas-MohnDass wir alle einmal an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster studiert haben – wenn auch nicht gleichzeitig und in verschiedenen Fachbereichen – war dabei nie Thema. Dr. Nora Kluck als Projektkoordinatorin des Alumni-Clubs der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat das beim 1. Kreativen Schreibmarathon im Schreibraum Münster im November 2018 aufgegriffen und uns nun zu unserem Studium, unseren Erfahrungen und unserer Zusammenarbeit befragt.

Märchen-Umschreibungen von Nina Bodenlosz

Im Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen, ist das gegenseitige Bewichteln mit Blogbeiträgen eine gute Tradition. Meine liebe Kollegin Nina Bodenlosz hat mir Fragen rund um ihre Märchen-Umschreibungen beantwortet. Ihr aktuelles Buch, „Dornröschen, wir müssen reden“, habe ich auch Ende 2018 als Weihnachtsgeschenk empfohlen – umso mehr freue ich mich, dass sie uns nun einen Blick hinter die Kulissen ihrer Umschreibungen gewährt:

Seit wann schreibst du Geschichten rund um Märchen? Wie ist es dazu gekommen?

Katarina-Pollner-fotografiert-von-Ruth-FrobeenDas Spiel mit bekannten Motiven und Figuren fasziniert mich schon längere Zeit. Regelmäßig befasse ich mich mit Märchenumschreibungen seit ein paar Jahren. Ich hatte mit einer Runde Autorinnen die Vereinbarung, jede Woche einen (kurzen) Text zu schreiben und den anderen zu schicken. Niemand war verpflichtet, alle sogenannten Montagstexte zu lesen oder zu kommentieren. Die Verabredung sollte lediglich als Motivationsschub dienen. Tatsächlich schrieb ich viel in diesem Jahr, auch wenn das Schreiben schwierig wurde oder viele andere Dinge zu tun waren. Auf der Suche nach wöchentlichen Themen kam ich aufs Märchen. Mit Leichtigkeit und Vergnügen schrieb ich etliche Märchen um – verdrehte die Handlung, änderte die Hauptfigur oder setzte einen neuen Rahmen. Und je mehr Märchen ich mir vornahm, desto mehr faszinierte mich diese Arbeit.

Kurzgeschichtenwettbewerb der Uni Münster

Am 6. Mai ist es soweit: Die PreisträgerInnen des diesjährigen Kurzgeschichtenwettbewerbs der Uni Münster werden geehrt. Vor Jahren war ich vor zweien dieser Preisverleihung aufgeregt, weil ich zu den Preisträgerinnen gehört habe. In diesem Jahr betrifft mich die Veranstaltung wieder, weil ich dieses Mal „auf der anderen Seite“ dabei bin. Denn ich bin Teil der Jury. Und das ist spannend, denn wie auf der Uni-Seite zu lesen ist:

Alle eingereichten Beiträge, die den Teilnahmebedingungen entsprechen, werden von einer Jury begutachtet, die drei Preisträger*innen benennt. Der Kurzgeschichtenwettbewerb ist mit insgesamt 1.500€ dotiert.

Wir haben also gemeinsam eine Verantwortung. Nicht nur, das Preisgeld zu verteilen, sondern auch, diejenigen glücklich zu machen, die einen der Preise bekommen, und gleichzeitig die anderen zu enttäuschen, die leer ausgehen.

Wie läuft die Juryarbeit eines Literaturpreises ab?

Textperimente mit Blackout Poetry

Neuauflage der #Textperimente im Kreativ-Haus Münster

2018 haben wir den Auftakt gemacht mit einem Tag rund ums Kreative Schreiben im Kreativ-Haus Münster: die Textperimente.

Dieses Netzwerk-Experiment mit mehreren Dozentinnen war ein inspirierender, entspannter und kreativer Tag, der sowohl uns als auch den Teilnehmenden großen Spaß gemacht hat. Deshalb stand schnell fest: Das gibt es auch im Frühling 2019 wieder. Am Karnevalswochenende war es so weit: Wieder bwz. zum ersten Mal gab wurden lauter kurze Geschichten geschrieben (mal zu vergessenen Wörtern, mal als Kurzkrimi, mal als Fünfminuten-Geschichte), geklebt (in Wortcollagen) und gestaltet (beim Kalligrafie-Workshop und mit Blackout Poetry). In bewährter Runde – mit einem Neuzugang – waren wir aktiv:

Blackout Poetry

Übersetzungslektorat Rabenringe: Fäulnis

Inzwischen ist der zweite Teil der Rabenringe-Trilogie der norwegischen Autorin Siri Pettersen auf dem Markt: Fäulnis

Wieder durfte ich diesen spannenden Fantasy-Band als Lektorin begleiten. Wer wissen möchte, was ein Übersetzungs-Lektorat ist, kann meinen Artikel zum ersten Band – Odinskind – der Rabenringe lesen. Dort gibt es auch eine Einfürung in die Welt der jugendlichen Hauptfigur Hirka.

Fäulnis – zweiter Teil der Rabenringe-Trilogie

2. Kreativer Schreibmarathon 2019

Passend zum NaNoWriMo (National Writing Month), bei dem viele AutorInnen weltweit versuchen, innerhalb des Novembers den Rohentwurf eines Romans fertigzustellen, gibt es nach dem spannenden Auftakt im letzten Jahr auch 2019 einen Kreativen Schreibmarathon. Eva-Maria Lerche, Katja Angenent und Maike Frie geben verschiedene Workshops, leiten Schreibzeiten und bieten Friendly Feedback an, um allen Interessierten viele Impulse für ihr Schreiben zu liefern.

Vormittags gibt es Workshops zum Plotten, zur Figurengestaltung, zum Schreibfluss, zu Dialogtechniken, zum spannenden Schreiben sowie zum Selbstlektorat. Nachmittags gibt es Schreibzeiten mit inspirierender Atmosphäre zum Arbeiten an eigenen Projekten.