Austausch unter Sprachkursleitenden

Die Rolle von Kursleitenden

Um die Rolle von Kursleitenden geht es beim nächsten Austausch-Treffen von Sprachkursleitenden:

  • Thema: Es wird eingeladen zum Erfahrungsaustausch und zum Sammeln von Ideen und Impulsen. Diesmal geht es um die Rolle der Kursleitenden: Wie schafft man eine gute Kursatmosphäre – und was ist das überhaupt? Was ist eine gelungene Stunde – was soll „rüberkommen“ an Inhalten/Lernerfolgen/Landestypischem? Wie viel darf/muss/soll ich selbst sprechen – und wie viel davon auf Deutsch?
  • Termin: Freitag, 29.06.2018, 15:30-18:45 Uhr
  • Ort: Aegidiimarkt, Raum 207
  • Moderation: Maike Frie
  • Anmeldung: über die VHS Münster

Eingeladen dazu sind nicht nur Lehrende der VHS Münster, auch Dozenten und Dozentinnen anderer VHS und anderer Einrichtungen und Personen, die erst mit dem Unterrichten beginnen wollen, sind herzlich willkommen!

Neue Ideen für Sprachkursleitende

Solche Austausch-Treffen sind nicht neu. Bereits seit 2016 gibt es regelmäßig Termin, bei denen über Themen wie Spiele im Sprachunterricht, die eigene Rolle als Kursleitender, den Umgang mit schwierigen Teilnehmenden oder die Gestaltung von wiederkehrenden Kurssituationen gesprochen wird.

Denn auch wenn es einige Unterschiede zwischen dem Unterricht in verschiedenen Sprachen gibt –

  • Muttersprachlerin oder Nichtmuttersprachler als Lehrkraft?
  • gemeinsame Sprache der Teilnehmenden?
  • gemeinsame Schriftsprache der Lernenden?
  • landestypische Besonderheiten der Sprache

einige Punkte tauchen in jedem Kurs wieder auf:

  • Wie gestalte ich die Anfangssituation und den Abschluss jeder Stunde?
  • Wie sorge ich dafür, dass die Gruppe als Gruppe zusammenfindet?
  • Wie schaffe ich ein gutes Kursklima und was ist das überhaupt?
  • Wie viel greife ich korrigierend ein und was lasse ich laufen?
  • Wie gehe ich mit den unterschiedlichen Fortschritten der Teilnehmenden um?
  • Wie verhalte ich mich gegenüber den typischen „Ausreißern“, den Zuspätkommenden, den Vorsagenden, den Reinredenden, den Besserwissenden, den Ängstlichen, …?

 

 

Auch im nächsten Programm wird es wieder Austauschmöglichkeiten für Sprachkursleitende geben. Wer Fragen und Ideen dazu hat – gerne melden! Wir freuen uns über neue Themenvorschläge und Impulse von neuen Mitstreitern.

Pfingstferien-Geschichtenwerkstatt für Kinder

Verreisen mit Stift und Papier – eindringen in Fantasiewelten

Nach der erfolgreichen Sommer-Feriengeschichtenwerkstatt im Kulturbahnhof Hiltrup vom letzten Jahr folgen in 2018 zwei Fortsetzungen: eine Pfingstferiengeschichtenwerkstatt zum Thema „Dschungel“ (wieder vier Tage mit Abschlusslesung) und an den letzten beiden Sommerferientagen eine kurze Neuauflage zum Thema „Meer“ (auch mit Abschlusslesung und mit neuen Schreibanregungen für Wiederholungstäter/-innen).

Blackout Poetry

Gestern ist im Autorennewsletter The Tempest ein Beitrag zu Blackout Poetry von mir erschienen. Denn diese Kreativitätstechnik, aus vorhandenen Texten neue entstehen zu lassen, indem man viele Wörter „wegschwärzt“, beschäftigt mich gerade sehr.

Durch eine liebe Kollegin vom Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen, Cäcilie Kowald, bin ich darauf aufmerksam geworden. Ich habe mir im Internet eine Reihe von Bildern dazu angeschaut, ein paar Artikel dazu durchgelesen, mich mit alten Bücher und Zeitschriften bewaffnet, mir Stifte genommen – und einfach losgelegt.

Motivationsschub Schreibwerkstatt

Eine schöne Umgebung kann kreative Energien freisetzen. Das hat Münsters Schreibwerkstatt erfahren, denn im März durften wir mit den Textperimenten im Schreibraum Münster von Eva-Maria Lerche zu Gast sein.

Ihre schöne Umgebung haben wir genutzt, um uns mit Schatzkisten-Entdeckungen gegenseitig vorzustellen, aus Kürzestgeschichten neue zu spinnen (Wer schon immer mal wissen wollte, wie man den Teufel überlistet, um doch noch in die Hölle zu kommen – wir haben es herausgefunden!) und Blackout Poetry als Schreibimpuls zu nutzen.

Osterzeit – Schreibzeit

Osterzeit, freie Zeit als Schreibzeit nutzen – das ist hoffentlich in diesem Jahr kein Aprilscherz.

Vielen fällt es schwer, sich Freiräume für eigene Anliegen zu schaffen, auch wenn es geliebte Hobbys sind oder ein starker innerer Antrieb zum Kreativen Schreiben ist. Das berichten Teilnehmende in Münsters Schreibwerkstatt immer wieder. Ein guter Grund, Schreibgruppen beizutreten und Workshops zu besuchen, um einen festen Rahmen zum Schreiben zu haben: einen Anlass, einen Raum (örtlich und zeitlich), motivierende Mitschreibende und inspirierende Impulse. Und vielleicht auch ein klein wenig selbstgewollter Druck, bis zum nächsten Treffen einen Text zu beenden, von dem alle hören wollten, wie er weitergeht.

Lesung im Literaturhaus Zürich

Ausschreibungen und Wettbewerbe gibt es im Literaturbetrieb viele. Sie sind unterschiedlich bekannt und anerkannt, unterschiedlich honoriert und frequentiert – und unterschiedlich ist auch, was hinterher mit den Texten geschieht. Das Literaturhaus Zürich sucht bereits seit Jahren regelmäßig einen „Text des Monats“. Dazu gibt es unterschiedliche Schreibaufgaben. Eine Jury kürt aus den eingereichten Geschichten einen Monatsgewinner, der auf der Internetseite veröffentlicht wird. Im Folgejahr entsteht aus diesen Monatstexten eine Anthologie, die bei einer Lesung präsentiert und verteilt wird.

Im Februar 2017 habe ich mit meinem Text „Der Karton“ die Ausschreibung gewonnen.

Textperimente geglückt

Anfang März gab es die ersten Textperimente im Kreativ-Haus Münster. Ein Tag rund ums Kreative Schreiben, so unser Ziel. Ein geglücktes Experiment, wenn man sich die begeisterten Rückmeldungen der Teilnehmenden anschaut. So werden diese Textperimente sicherlich ihre Fortsetzung finden – ob in einer Wiederholung, ob mit anderen Workshops, ob in einem anderen Format, das überlegen wir uns noch.

Ablauf Textperimente im Kreativ-Haus Münster

#Geschichte12

Keksmond bringt mit ihrem Projekt #Geschichte12 Schreibende zusammen, denn sie hat eine besondere Idee, die 2018 in die Tat umgesetzt wird: 12 Leute erzählen zusammen in 12 Monaten eine Geschichte.

Sie hat 11 Schreibende gesucht, die mit ihr gemeinsam eine Fortsetzungsgeschichte entwickeln. Jeder hat einen Monat Zeit, seinen Teil zur Geschichte beizutragen. Es gibt ein paar grundlegende Vorgaben – inzwischen ist es eine weibliche Protagonistin geworden, die aus der Ich-Perspektive ihre Fantasy-Geschichte erzählt – wie die Länge der einzelnen Beiträge, die Zeit, in der geschrieben wird usw. Im Dezember ist Katharina dann selbst dran und bringt das Projekt zu seinem Abschluss.

Alles ist relativ

Das Auge ist es, was alles anders macht. Der Fisch liegt mit gebogenem Leib in der Schale, nur sein Kopf schaut über den Rand, der Rücken schmiegt sich in die Salatblätter.

Du greifst immer wieder in die Schale hinein, deine Fingerkuppen gleiten auf den Schuppen hin und her; sie glänzen, als hätte die Fischseele auf sie abgefärbt. Zwischen Blinzeln, Nicken und Lächeln lädst du dir immer wieder eine Handvoll in den Mund; wenigstens sprichst du nicht, sondern tust so, als würdest du mir zuhören.

Aber ich kann nicht mehr erzählen. Meine Worte haben ihren Zusammenhang verloren, als hätte etwas das Netz, das sie sonst aneinanderbindet, zerrissen.

Das erste Mal in deiner Wohnung und du servierst mir Nüsschen in einer Schale aus stilisierten Salatblättern mit Fischkopf als Griff. Das Auge blinzelt mir zu, wenn du mit der Hand an die Schale stößt.

Ich werde nie wieder Nüsschen essen.

 

Ein Kürzesttext von mir – passt zum Artikel über Flash Fiction von Dorothée Leidig.

Den Tempest-AutorInnennewsletter unterstützen!

Seit über zwei Jahrzehnten bietet der AutorInnennewsletter The Tempest Autorinnen und Autoren einen guten Service rund ums Schreiben und Veröffentlichungen: Buchtipps und Verlagsvorstellungen, Beispiellektorate, Fachartikel, Schreibkicks und vieles mehr.

Diese Arbeit vom Team rund um Chefredakteurin Gabi Neumayer verdient nicht nur hohe Abonnentenzahlen – denn die haben sie -, sondern auch Unterstützung. Die kann in Beiträgen bestehen, ist momentan aber auch dringend finanziell nötig, denn der Tempest ist grundsätzlich ein kostenloses Angebot auf der Basis freiwilliger Spenden. Weil die immer weiter zurückgegangen sind, hat die Redaktion einen Brief an alle AbonnentInnen geschickt und wird Anfang März entscheiden, ob der Newsletter weitergeführt werden kann.