Autorin Petra Hucke im Gespräch

Petra Hucke kenne ich als Kollegin aus dem Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen. Nun durfte ich für sie ihren aktuellen Roman „Sie tanzt am liebsten barfuß“ lektorieren. Und netterweise hat sie ein paar Fragen zu ihrem Schreiben und ihren Veröffentlichungen beantwortet.

Der berühmte Elevator-Pitch: Worum geht es in der Geschichte?

Darum, dass wir alle ein wenig mehr Magie in unserem Leben gebrauchen können! Auf der Kanalinsel Guernsey gibt es eine Steinstatue in Form einer alten Frau, die ein paar magische Kräfte hat und meiner schüchternen Hauptfigur Gillian Granger unbemerkt unter die Arme greifen kann. Wir befinden uns übrigens im Jahr 1922, und der Erste Weltkrieg hat auch in Gillians Familie Wunden hinterlassen.

Als Erzählerin, die im Hintergrund alle Fäden zusammenhält, hast du die erwähnte Steinfigur eingeführt. Wie war das, auf diese Weise zu erzählen?

Rückblick – Lektorate 2023

Auch 2023 gab es wieder eine Reihe von spannenden Projekten.

Cover-Infinity-Son-ArctisIm Februar erschien vom amerikanischen Besteller-Autor Adam Silvera der erste Band einer neuen Reihe im Arctis Verlag.

Aus der Verlagsbeschreibung:

Bestsellerautor Adam Silvera (›Am Ende sterben wir sowieso‹) mit einem fantastischen Superhelden-Abenteuer.

WER WIRD EWIG LEBEN, UND WER BEI DEM VERSUCH STERBEN?

Aufgewachsen in New York, haben die Zwillingsbrüder Emil und Brighton die Spellwalker immer vergöttert – eine Gruppe cooler Actionhelden, die sich geschworen hat, die Welt von den Specter zu befreien. Während die Celestials und andere Himmlische mit magischen Kräften geboren werden, stehlen die Specter gewaltsam die Essenz seltener magischer Kreaturen wie Phönixe. Brighton wünscht sich, er hätte die Macht, sich dem Kampf seiner Helden anschließen zu können. Emil hingegen will nur, dass die Kämpfe endlich aufhören. Nach einem Protest kommt es zu einer Schlägerei, und Emil erkennt seine eigene magische Kraft – eine, die ihn in den Mittelpunkt des Konflikts stellt und zu jenem heldenhaften Himmlischen macht, der Brighton immer sein wollte …

 

Schreibwettbewerbe 2024

Schreibt ihr lieber kürzere Geschichten oder fangt gerade an, über Veröffentlichungen nachzudenken? Dann können literarische Ausschreibungen etwas für euch sein.

Es gibt Anthologieprojekte, bei denen Verlage, Autor*innengruppen oder regional Aktive zu bestimmten Themen Texte sammeln. Wer sich hieran beteiligt, erhält oft kein Honorar oder ein geringes anteiliges, kommt aber mit Engagierten in Kontakt, kann Lesungserfahrungen sammeln und erste Veröffentlichungen.

Bei Stipendien gibt es zum Beispiel Werks- oder Residenzstipendien. Häufig wird für eine Bewerbung hier eine eigenständige Veröffentlichung in einem (Publikums-)Verlag gefordert, jedoch nicht bei allen. Residenzstipendien verlangen wochen- oder monatelange Aufenthalte am Ausschreibungsort, oft verknüpft mit Kursen oder Lesungen, zu denen man verpflichtet ist. Für nebenberuflich Schreibende oder welche mit Familie nahezu unmöglich zu realisieren. Werksstipendien dagegen unterstützen den Schreibprozess mit einem monatlichen Betrag, der einen von anderen Verpflichtungen befreit; häufig ist damit auch ein Mentoringprogramm verknüpft.

Literaturzeitschriften honorieren Beiträge manchmal finanziell, häufig jedoch nicht. Sie kämpfen allerdings auch oft damit, dass sie zwar viele Interessierte haben, die dort Geschichten veröffentlichen möchten, jedoch wenige Unterstützende, die Zeitschriften abonnieren. Schaut euch auf jeden Fall mal auf dem Gebiet um und kauft auch Literaturzeitschriften, damit sie uns lange erhalten bleiben! Eine schöne Übersicht gibt es zum Beispiel bei

Interview mit Fantasy-Selfpublisher Neo Helm

Den Autor Neo Helm kenne ich ursprünglich als Kollegen aus dem Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren. Bei seinem Fantasy-Debüt durfte ich ihn als Lektorin begleiten. Netterweise beantwortet er ein paar Fragen zu seinem Schreiben und Veröffentlichen.

Bestimmt schwierig bei einer mehrbändigen Reihe, aber: Hast du einen Elevator-Pitch zu deinen Halbgott-Romanen?

Ich habe mehrere Pitches formuliert, auf die ich je nach Anlass zurückgreifen will. Den wichtigsten Pitch, den Elevator-Pitch, habe ich früh auf Social Media gepostet. Er besteht aus einem Dreier-Schritt mit Steigerung und stellt drei Charaktere vor:

„Ein Novize, der nicht weiß, dass er magische Kräfte hat. Eine Magd, die eine Amazone sein will. Ein gefallener Unsterblicher, der nach alter Größe strebt und auf Rache sinnt.“

Halbgott ist dein Debüt und du hast direkt eine Trilogie erarbeitet. Wie hast du die Bände konzipiert und beim Schreiben den Überblick behalten?

Podcasts rund ums Kreative Schreiben

Podcasts sind eine aktuelle und für mich gute Möglichkeit, zwischendurch Informationen rund ums Kreative Schreiben aufzunehmen. Deshalb hier nun ein paar Tipps zu Gesprächsrunden, die ich gerne höre:

  • Im Ende 2023 neu eröffneten Podcast spricht Autor Marc-Uwe Kling mit Gästen über Schreiben und Schreddern. Das Besondere an diesem Format: Er und seine Gesprächspartner*in stellen jeweils die Werke des/der anderen vor – egal, ob Geschichte, Lied oder Comic.
  • In Meine schlimmste Lesung spricht Autor Ivar Leon Menger genau über dieses Thema mit Gästen.
  • Schreibwerkstätten-Leiter Andreas Schuster von Schreiben und Leben hat schon weit über 100 Interviews mit Schreibenden und Expert*innen zu verschiedenen Themen rund ums Schreiben und Veröffentlichen aufgenommen. Mit mir hat er zum Thema Veröffentlichen in Literaturzeitschriften gesprochen.

Interview mit Selfpublisherin J. A. Kunz – Nayo

J. A. Kunz hat 2023 die Young-Adult-Reihe „Nayo“ veröffentlicht. Ich durfte sie lesen, weil ich Julie sowie ihre Protagonist*innen Sally und Fireball ein Stück des Weges als Lektorin begleiten konnte. Netterweise beantwortet sie ein paar Fragen zu ihrem Schreiben und dem Veröffentlichen als Selfpublisherin.

Für alle, die sich mit Belletristik-Genres nicht so gut auskennen: Wie definiert sich Young Adult?

Im Young Adult Genre sind die Protagonisten etwa 16 Jahre alt und beschäftigen sich mit Fragen wie: Wer will ich sein und wo ist mein Platz in dieser Welt? In der Regel hat der Hauptcharakter der Story keine Eltern beziehungsweise ist auf sich alleingestellt, muss sich also in der Erwachsenenwelt behaupten. Außerdem hat der oder die Protagonistin zum ersten Mal Sex – die Tür wird für die Leser von YA-Geschichten aber zugemacht, Liebesszenen also nur angedeutet.

Schreibzeit finden

Die Frage meiner lieben Kollegin Meike Blatzheim treibt sicherlich viele von uns um:

Fällt es dir leicht, Zeit zum Schreiben zu finden und dann auch noch dranzubleiben?

Sie hat daraus eine Blogparade gemacht. Unter dem Hashtag #zeitzuschreiben2023 sammelt sie Beiträge mit Erfahrungen und Tipps. Oder Satiren über unterbrochene Schreibzeiten oder Selbstversuche oder Erfolgsrezepte oder … Deshalb beantworte ich nun ihre Fragen:

Wie finde ich Zeit zum Schreiben?

Autorin Henrike Jütting – Münsterkrimis

Henrike Jütting bringt seit 2017 frischen Wind in die Münsteraner Krimi-Szene. Mit ihrer Polizeiermittlerin Katharina Klein hat sie eine sympathische Figur geschaffen, die gemeinsam mit ihren Kolleg*innen immer neue spannende Fälle löst. Ich freue mich, dass sie ein paar Fragen zu ihrem Schreiben und zum Veröffentlichen beantwortet hat!

Dein neuer Krimi (“Mord im Kreuzviertel“) ist gerade erschienen. Kommen dir die Ideen für deine Handlungsorte beim Schreiben? Oder hast du in einen Stadtplan geschaut und überlegt, wo Münster noch unbefleckt von Krimi-Blut ist?

 

Schreibgruppen

Wozu eine Schreibgruppe suchen? Schreiben kostet doch alleine schon genug Zeit, die ihr euch von Beruf, Familie und Freizeit abknapsen müsst. Weil es sich lohnt!

Wobei Schreibgruppen helfen:

  • sich nicht allein mit diesem kreativen Hobby fühlen
  • Gleichgesinnte kennenlernen – Tipps und Rückmeldungen erhalten, sich weiterentwickeln
  • sich austauschen über das Schreiben und Veröffentlichen
  • gemeinsam etwas auf die Beine stellen: Social Media, Lesungen und Gemeinschaftswerke

Wie Schreibgruppen miteinander arbeiten: