1. Kreativer Schreibmarathon in Münster

Schreibworkshops, Schreibzeiten mit Schreibimpulsen, Freundliches Textfeedback und Kneipen-Schreibabende – das Kreative Schreiben steht im Mittelpunkt des 1. Kreativen Schreibmarathons in Münster.

Wer gerne einmal länger an seinen Werken arbeiten möchte, dafür im Alltagsstress aber nicht die Zeit findet, für den gibt es in Münster im Herbst ein spannendes Event: Der erste Münsteraner Schreibmarathon bietet eine Woche lang unter fachkundiger Leitung Schreibimpulse, Workshops und jede Menge Zeit zum Schreiben.

Passend zum NaNoWriMo (National Writing Month), bei dem viele AutorInnen weltweit versuchen, innerhalb des Novembers den Rohentwurf eines Romans fertigzustellen, gibt es den 1. Kreativen Schreibmarathon im Schreibraum Münster vom 1. bis 7. November 2018. Eva-Maria Lerche, Katja Angenent und Maike Frie geben verschiedene Workshops, leiten Schreibzeiten, bieten Friendly Feedback und offene Kneipen-Abende an, um allen Interessierten viele Impulse für ihr Schreiben zu liefern.

Zum Auftakt gibt es an Halloween, einen Tag vor dem offiziellen Beginn, eine kleine Lesung von Katjas Schauergeschichten und eine anschließende Schreib-Diskussion. Am Donnerstag geht es dann richtig los: Vormittags gibt es Workshops zu unterschiedlichen Schreib-Themen, nachmittags schließen freie Schreibzeiten an, die jeweils mit einem Schreibimpuls eingeläutet werden. Wer schon weiß, worüber er oder sie schreiben möchte, ist genauso willkommen wie all jene, die noch auf der Suche nach Inspirationen sind. Wir versprechen, dass niemand mit einem leeren Blatt nach Hause gehen wird! Nach den Schreibzeiten kann man sich, wenn man mag, freundliches Feedback zu den frisch geschriebenen Texten abholen. Und wer dann noch Energie zum Weiterschreiben oder auch einfach zum Klönen übers Schreiben hat, trifft Katja oder Maike ab 19 Uhr in immer einer anderen Kneipe. Zum Abschluss dürfen die entstanden Texte den anderen Teilnehmenden vorgestellt werden. Hier gibt es dann auch noch mal das Lob, das den neuen Texten gebührt!

 

Programm des Schreibmarathons im Schreibraum Münster:

Interview mit der Autorin Katja Angenent

Ich kenne Katja Angenent als Autorin bereits einige Jahre. Sie hat an Schreibwerkstätten von mir teilgenommen und ich habe schon einige Geschichten von ihr gelesen, weil sie auch als Autorin der Münsteraner Schreibgruppe Sem;kolon sehr präsent ist. Seit sie im Schreibraum von Eva-Maria Lerche selbst Schreibabende leitet, bin ich auch Teilnehmerin ihrer Kurse.

Nun ist im Juni ihr erstes eigenständiges Buch erschienen: Die Geschichtensammlung „Die alte Freundin Dunkelheit“ in der edition subkultur des Periplaneta Verlags. Es sind – wie der treffende Untertitel verrät – Schauergeschichten, die mal im historischen Setting, mal in der Gegenwart verortet, à la Stephen King das Grauen in den Alltag der Figuren einbrechen lassen.

Ich freue mich, dass Katja ein paar Fragen zu ihrem Schreiben und zum Veröffentlichen beantwortet hat!

Aus dem Lektorat: Odinskind

Heute ist es erschienen: Das Buch Odinskind aus der Rabenringe-Trilogie von Siri Pettersen. Als Lektorin durfte ich es begleiten und es hat Spaß gemacht, das Original sowie die Übersetzung zu lesen. Odinskind entführt Fantasy-Begeisterte in eine Welt mit Wurzeln in der nordischen Mythologie. Es ist als Jugendbuch für Lesende ab 14 Jahren geeignet, die die Hauptfigur Hirka auf ihrer Suche nach der eigenen Identität begleiten wollen –  in eine Welt, in die Hirka nicht recht zu passen scheint.

Tjark findet was

Beinahe zu spät. Aber noch eben nur beinahe. Tjark zieht die Schnüre hinter sich her. Er stemmt sich in die Seile und zerrt mit seinem ganzen Gewicht daran. Denn nur für Tjarks Kopf zieht Tjark Schnüre hinter sich her, in Wirklichkeit hängt an den Schnüren der Stoff, die Haken und der ganze Kram, ein kompletter Fallschirm eben. Und Tjarks Körper lässt sich nicht so leicht überlisten wie sein Kopf, seine Muskeln haben seinem Verstand die reale Erfahrung voraus, wie so oft.

Tjark hat den Fallschirm unter der Brücke gefunden, ein zwischen Steinen, Grasbüscheln und Dreck eingeklemmtes patschnasses Bündel.

Erzähl- und Schreibspiele im Kulturbahnhof

Leider musste sie ausfallen, die Pfingstferien-Geschichtenwerkstatt im Kulturbahnhof Hiltrup, aber es gibt hier die nächste Ankündigung: eine Sommerferien-Geschichtenwerkstatt für Kinder im Kulturbahnhof zum Thema „Meer“. Bereits in den letzten Sommerferien gab es eine viertägige Geschichtenwerkstatt zum Thema „Meer“. Eine Handvoll Kinder hat sich Geschichten ausgedacht, weitergesponnen, Klipp-Klapp-Bücher gebastelt und einem Zeitungsreporter sowie am Ende einem öffentlichen Publikum daraus vorgelesen.

Austausch unter Sprachkursleitenden

Die Rolle von Kursleitenden

Um die Rolle von Kursleitenden geht es beim nächsten Austausch-Treffen von Sprachkursleitenden:

  • Thema: Es wird eingeladen zum Erfahrungsaustausch und zum Sammeln von Ideen und Impulsen. Diesmal geht es um die Rolle der Kursleitenden: Wie schafft man eine gute Kursatmosphäre – und was ist das überhaupt? Was ist eine gelungene Stunde – was soll „rüberkommen“ an Inhalten/Lernerfolgen/Landestypischem? Wie viel darf/muss/soll ich selbst sprechen – und wie viel davon auf Deutsch?
  • Termin: Freitag, 29.06.2018, 15:30-18:45 Uhr
  • Ort: Aegidiimarkt, Raum 207
  • Moderation: Maike Frie
  • Anmeldung: über die VHS Münster

Eingeladen dazu sind nicht nur Lehrende der VHS Münster, auch Dozenten und Dozentinnen anderer VHS und anderer Einrichtungen und Personen, die erst mit dem Unterrichten beginnen wollen, sind herzlich willkommen!

Neue Ideen für Sprachkursleitende

Solche Austausch-Treffen sind nicht neu. Bereits seit 2016 gibt es regelmäßig Termin, bei denen über Themen wie Spiele im Sprachunterricht, die eigene Rolle als Kursleitender, den Umgang mit schwierigen Teilnehmenden oder die Gestaltung von wiederkehrenden Kurssituationen gesprochen wird.

Denn auch wenn es einige Unterschiede zwischen dem Unterricht in verschiedenen Sprachen gibt –

  • Muttersprachlerin oder Nichtmuttersprachler als Lehrkraft?
  • gemeinsame Sprache der Teilnehmenden?
  • gemeinsame Schriftsprache der Lernenden?
  • landestypische Besonderheiten der Sprache

einige Punkte tauchen in jedem Kurs wieder auf:

  • Wie gestalte ich die Anfangssituation und den Abschluss jeder Stunde?
  • Wie sorge ich dafür, dass die Gruppe als Gruppe zusammenfindet?
  • Wie schaffe ich ein gutes Kursklima und was ist das überhaupt?
  • Wie viel greife ich korrigierend ein und was lasse ich laufen?
  • Wie gehe ich mit den unterschiedlichen Fortschritten der Teilnehmenden um?
  • Wie verhalte ich mich gegenüber den typischen „Ausreißern“, den Zuspätkommenden, den Vorsagenden, den Reinredenden, den Besserwissenden, den Ängstlichen, …?

 

 

Auch im nächsten Programm wird es wieder Austauschmöglichkeiten für Sprachkursleitende geben. Wer Fragen und Ideen dazu hat – gerne melden! Wir freuen uns über neue Themenvorschläge und Impulse von neuen Mitstreitern.

Pfingstferien-Geschichtenwerkstatt für Kinder

Verreisen mit Stift und Papier – eindringen in Fantasiewelten

Nach der erfolgreichen Sommer-Feriengeschichtenwerkstatt im Kulturbahnhof Hiltrup vom letzten Jahr folgen in 2018 zwei Fortsetzungen: eine Pfingstferiengeschichtenwerkstatt zum Thema „Dschungel“ (wieder vier Tage mit Abschlusslesung) und an den letzten beiden Sommerferientagen eine kurze Neuauflage zum Thema „Meer“ (auch mit Abschlusslesung und mit neuen Schreibanregungen für Wiederholungstäter/-innen).

Blackout Poetry

Gestern ist im Autorennewsletter The Tempest ein Beitrag zu Blackout Poetry von mir erschienen. Denn diese Kreativitätstechnik, aus vorhandenen Texten neue entstehen zu lassen, indem man viele Wörter „wegschwärzt“, beschäftigt mich gerade sehr.

Durch eine liebe Kollegin vom Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen, Cäcilie Kowald, bin ich darauf aufmerksam geworden. Ich habe mir im Internet eine Reihe von Bildern dazu angeschaut, ein paar Artikel dazu durchgelesen, mich mit alten Bücher und Zeitschriften bewaffnet, mir Stifte genommen – und einfach losgelegt.

Motivationsschub Schreibwerkstatt

Eine schöne Umgebung kann kreative Energien freisetzen. Das hat Münsters Schreibwerkstatt erfahren, denn im März durften wir mit den Textperimenten im Schreibraum Münster von Eva-Maria Lerche zu Gast sein.

Ihre schöne Umgebung haben wir genutzt, um uns mit Schatzkisten-Entdeckungen gegenseitig vorzustellen, aus Kürzestgeschichten neue zu spinnen (Wer schon immer mal wissen wollte, wie man den Teufel überlistet, um doch noch in die Hölle zu kommen – wir haben es herausgefunden!) und Blackout Poetry als Schreibimpuls zu nutzen.

Osterzeit – Schreibzeit

Osterzeit, freie Zeit als Schreibzeit nutzen – das ist hoffentlich in diesem Jahr kein Aprilscherz.

Vielen fällt es schwer, sich Freiräume für eigene Anliegen zu schaffen, auch wenn es geliebte Hobbys sind oder ein starker innerer Antrieb zum Kreativen Schreiben ist. Das berichten Teilnehmende in Münsters Schreibwerkstatt immer wieder. Ein guter Grund, Schreibgruppen beizutreten und Workshops zu besuchen, um einen festen Rahmen zum Schreiben zu haben: einen Anlass, einen Raum (örtlich und zeitlich), motivierende Mitschreibende und inspirierende Impulse. Und vielleicht auch ein klein wenig selbstgewollter Druck, bis zum nächsten Treffen einen Text zu beenden, von dem alle hören wollten, wie er weitergeht.