Rezension zu einem Praxisbuch für Kreatives Schreiben: 66 Schreibnächte

In 66 Schreibnächten zu Themenkomplexen wie „Magisches“ oder „Schreiben mit allen Sinnen“ stellen die beiden Autorinnen erprobte Schreibspiele und -übungen vor. Sie berichten von ihren praktischen Erfahrungen, geben Hinweise für eine passende Raumgestaltung sowie günstige Gruppengrößen und Zeitrahmen. In einem einleitenden Kapitel werden allgemein die Arbeitsmethoden – die sich in den einzelnen Nächten teilweise wiederholen – genauer vorgestellt. Außerdem sind Beispieltexte von Teilnehmern abgedruckt.

Alle, die mit Gruppen schreiben, finden in den Schreibnächten konkrete Hilfestellung, wie solche thematischen Blöcke aufgebaut und gefüllt werden können: von jeweils einem Warm-up über verschiedene Schreibaufgaben bis zum Abschluss.

So finden sich klassische Schreibübungen wie Cluster, verschiedene Formgedichte oder Knicktext-Spiele, aber auch unbekanntere Anregungen wie Reißverschlusstexte, Malen mit den Füßen, ein Baumhoroskop oder anschauliche Markierungszeichen fürs Überarbeiten.

Der große Vorteil dieses Praxisbuches ist die Erfahrung der Autorinnen und die klaren Angaben zu Zeit und Gestaltung. Einige Themenblöcke sind sicherlich nicht in jeder Gruppe durchführbar (z. B. mit gegenseitigem Massieren), aber jeder Schreibgruppenleiter wird für sich Ideen finden können.

66 Schreibnächte von Kartrin Girgensohn und Ramona Jakob

Anstiftung zur literarischen Geselligkeit. Ein Praxisbuch zum kreativen Schreiben. Edition Isele, 2001. ISBN 3-86142-182-8

Hinweis: Es gibt eine Neuauflage von 2010.

One thought on “Rezension zu einem Praxisbuch für Kreatives Schreiben: 66 Schreibnächte

  1. Schöner Buchtipp, vielen Dank!

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