Wochen-Schreibtipp: G…

Trotz Gewehr im Text wird hier nicht scharf geschossen …

G wie Gegensatz

Jede Figur sollte positive und negative Eigenschaften haben, damit sie lebensecht wirkt und für die Leser greifbarer wird, darüber sind sich die meisten Schreibenden und Schreibratgeber einig. Sol Stein schlägt im Schreibratgeber-Klassiker „Über das Schreiben“ vor, jede Figur zunächst mit gegensätzlichen Charakterzügen zu den später dominierenden Merkmalen einzuführen. Also eine Figur,

Reißverschlusstexte und Multiple-Choice-Gedichte

Die Schreibwerkstatt von Joachim Fritzsche

Diese Schreibwerkstatt ist eine Grundlagensammlung von Schreibspielanregungen – für Schüler (eher an weiterführenden Schulen) aufbereitet. Für erfahrene Schreibgruppenleiter findet sich hierin nicht viel Neues, wenn man aber berücksichtigt, dass diese Sammlung aus dem Jahr 1989 stammt, ist sie ein schönes Zeugnis der Anfänge von Kreativem Schreiben im Unterricht.

36 Schreibübungen werden vorgestellt, jeweils mit der Aufgabenstellung, einer Erläuterung, möglichen Varianten, Erfahrungen sowie Angaben zum Zeitbedarf und Textbeispielen.

Wochen-Schreibtipp: E…

E wie Experimente

Experimente können beim Schreiben helfen. In meinen Schreibwerkstätten nutze ich unterschiedlichste Impulse. Und wer sich dabei auf Experimente einlässt, gewinnt – Erfahrung und schöne Geschichten. So sind viele überrascht davon, was für Texte bei Übungen mit klar umrissenen Strukturen (wie ABC-Geschichten oder Elfchen) entstehen oder was sie in abstrakten Bildern erkennen können. Wer sich für solche Schreibexperimente interessiert: In meiner Artikelreihe im Tempest-Autorennewsletter habe ich von Herbst 2015 bis Frühling 2016 eine ganze Reihe davon vorgestellt.

Sehnsuchtsland Norwegen

Norwegen ist für viele ein Sehnsuchtsland. Wer einmal da war, will immer wieder hin.

Das kann ich gut verstehen. Während meines Studiums war ich an der Universität in Oslo und später noch einmal einen Sommer lang am Goethe-Institut in Oslo. Über die Hauptstadt hinaus habe ich Land und Leute auf Reisen kennengelernt. Und jetzt unterrichte ich Norwegisch an der VHS Münster und im Münsterland und könnte auch jederzeit öfter wieder hin …

Stephen King über Das Leben und das Schreiben

Wenn Sie Schriftsteller werden wollen, müssen Sie vor allem zweierlei tun: Viel lesen und viel schreiben.

Rezension zu Stephen Kings Das Leben und das Schreiben

Von Stephen Kings Mischung aus Autobiographie und Schreibratgeber sind – vollkommen zurecht! – sehr viele begeistert. Auch ich bin gerne Kings Lebensweg gefolgt und habe Einblicke in seinen Schreiballtag gewonnen. „Das Leben und das Schreiben“ ist wie seine Romane leicht lesbar; seine Tipps und Hinweise erfinden das Schriftsteller-Rad nicht neu, bestätigen aber aus der Sicht eines erfahrenen Praktikers die – manchmal eher theoretischen – Überlegungen vieler Schreibratgeber. Eine unbedingte Empfehlung meinerseits!

Wochen-Schreibtipp: Vier mal C…

Vom Balanceakt der letzten Woche zur Chance, mit diesen Tipps ein Stück im eigenen Schreiben voranzukommen:

C wie Calembour

Calembour klingt doch gleich viel schöner als Kalauer. Gemeint ist ein Wortspiel, und insgesamt ist es ein guter Tipp, sich von fremdsprachigen (unbekannten) Wörtern inspirieren zu lassen: Was könnten sie – allein durch Klang oder Schreibweise angeregt – bedeuten?

Wochen-Schreibtipp: Vier Tipps zum B…

In der letzten Woche sind wir mit unserer zweiten Runde durchs ABC der Tipps zum Kreativen Schreiben mit dem A gestartet. Heute geht es ausBalanciert weiter …

B wie Boxen

Eine bekannte Formulierung aus Schreibratgebern ist es, am Ende einer Geschichte alle Boxen zuzumachen. Damit ist gemeint, dass alle Figuren, die eingeführt wurden, und alle Handlungsstränge, die begonnen wurden, zu einem befriedigenden Ergebnis geführt werden sollen. Leser haben ein gutes Gedächtnis und sie ärgern sich, wenn am Ende zu viel von dem offen bleibt, was im Laufe des Textes angelegt wurde.

Der Soundtrack des Schreibens

… der Soundtrack des Schreibens. Ich sehe was, das du nicht siehst, und das ist – unbeschreiblich. Nicht umsonst sind wir sprachlos, ohne Worte, mit zugeschnürter Kehle und trockenem Mund, wenn uns etwas besonders heftig bewegt. Und ausgerechnet dort will Literatur stattfinden: wo das Unsagbare, Unbeschreibliche, Unaussprechliche beginnt.

Rezension zu Juli Zehs „Treideln“

Im Sommersemester 2013 hielt Juli Zeh in Frankfurt die Poetikvorlesung. Sie las E-Mails vor: Gedanken über das Schreiben, über das Leben als Schriftstellerin (mit der Notwendigkeit, von der Abfallberatung eine größere Papiertonne zu fordern und „bekloppte“ Redaktions-Praktikanten-Fragen zu beantworten) und über ein Romanprojekt, an dem sie den Schreibprozess live zeigt.