Heike Baller kenne ich aus dem Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen. Nun hat sie mit „Mister Bennet“ eine ganz besondere Fortsetzung von Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ herausgebracht. Im Interview beantwortet sie netterweise ein paar Fragen zum Schreiben und Veröffentlichen.
Ein provokante Frage zum Einstieg: Was hat uns Jane Austen heute noch zu sagen?
Zum Einen: Ihre „Erfindung“ des „free indirect speech“, also des fast unmerkbaren Wechsels zwischen der Erzählerstimme und der inneren Stimme ihrer Protagonistin, hat die Art, wie danach Romane geschrieben wurden und werden, stark beeinflusst.
Zum Zweiten: Ihre Frauenfiguren machen entscheidende innere Veränderungen durch, die völlig zeitunabhängig sind.
Zum Dritten: Die gesellschaftlichen Fragen, die sie aufwirft, rund um Ehe, Vermögen, Klasse, sind heute nicht vorüber; sie sehen heute nur anders aus. Es ist doch kein Wunder, dass es eine Vielzahl an zeitgenössischen Adaptionen ihrer Geschichten gibt.











