Frauen in der Bücherwelt

Rezension zu Edda Zieglers „Buchfrauen“

Im Blog des Lektorenverbandes werden von den Mitgliedern auch Bücher vorgestellt, die im weitesten Sinne etwas mit unserer Branche zu tun haben. Im letzten Dezember ist dort meine Rezension zu „Buchfrauen“ von Edda Ziegler erschienen.

Man merkt meinem Text an, dass ich mit dem Buch nicht so recht warm geworden bin. Es ist eine umfangreiche, sicherlich sehr wichtige und gut gemachte Materialsammlung, aber bei mir springt kein Funke über, wenn ich über das Leben der Frauen lese. Es ist alles zu sachlich, dabei könnte die weibliche Seite der Buchbranche doch gerade auch transportieren, dass Bücher eben keine Ware wie andere Produkte sind.

Von Fischen etwas über Gefühle lernen

Bilder als Schreibanregung nutzen

Bildkarten als Erzählanlass zu nutzen, ist weit verbreitet. Das gibt es in der Biografiearbeit, für gesellige Spielerunden, in Therapien und auch für Schreibgruppen. In der aktuellen Ausgabe des monatlichen Autorennewsletters Tempest stelle ich drei verschiedene Materialien vor, die ich gerne als Schreibanregungen nutze: Die Bilder aus dem Fisch-Gefühle-Buch „Heute bin ich“, Karten aus dem OH-Verlag und das Brettspiel „Dixit“.

Unkompliziertes Norwegen – bis auf die Aussprache …

Der Texttreff ist das Netzwerk wortstarker Frauen. Wie in jedem Jahr gab es auch im Advent 2015 eine Blog-Wichtel-Aktion. Dabei beschenken sich bloggende Textinen gegenseitig mit Artikeln. Und so habe ich von Sabine Olschner einen tollen Bericht über ihre Erfahrungen in Norwegen und mit der norwegischen Sprache erhalten:

Norwegisch scheint gar nicht so schwer zu sein. Zumindest wenn man es liest. „Varmere i Norge enn på Mallorca“, habe ich im ungewöhnlichen heißen Sommer 2014 in einer norwegischen Zeitung gelesen. Versteht doch jeder Deutsche, oder? Auch Schilder wie „Campingplass“, „Supermarked“, „Langsom“ oder „Fisk“ sind problemlos zu deuten. Aber wehe, der Norweger spricht aus, was sonst nur geschrieben steht! Dann ist es mit dem Verstehen schnell vorbei …

Wortschatzübungen für Kreativ Schreibende

G wie Gurkensalat wie T

Alliteraationsübungen, „Ich packe meinen Koffer“ oder ABC-Darien, es gibt viele Möglichkeiten, unseren Wortschatz zu erweitern und lebendig zu halten. Für Schreibende ist er das wichtigste Arbeitsinstrument, denn Wörter sind das Material, aus dem unsere Geschichten gebaut sind. Möglichst viele von ihnen kennenzulernen, mit ihnen zu spielen, sie zu hegen und zu pflegen schafft Freiräume beim eigentlichen Schreiben: Wer aus dem Vollen schöpfen kann, wiederholt sich in einem Text nicht so oft, findet leichter genau den Ausdruck, der eine Nuance besser dazu passt, wie sich jemand fühlt usw.

Deshalb geht es im heutigen Autorennewsletter Tempest um verschiedene Wortschatz-Spiele und -Bücher. Wer wissen möchte, was ein Zipferlak ist,

Schreibspiele: Bei „Stopp“ geht’s los

Ort, Tätigkeit & Lieblingswort

Dieses Spiel kennt beinahe jeder: Auf einem Zettel wird eine Tabelle mit verschiedenen Kategorien angelegt: Stadt, Land, Fluss, Name, Pflanze, Tier usw. Dann sagt jemand leise das Alphabet auf, jemand anderes sagt irgendwann „Stopp“ – so wird der erste gemeinsame Buchstabe ermittelt. Zu diesem Anfangsbuchstaben füllen alle möglichst zügig die Felder der einzelnen Kategorien aus. Beim Kinderspiel geht es ums Gewinnen; deshalb werden Punkte dafür vergeben, ob man überhaupt etwas eingetragen hat, und viele Punkte, wenn kein anderer dasselbe notiert hat.

Wie sich dieser Klassiker fürs Kreative Schreiben nutzen lässt, das stelle ich heute ausführlich im monatlichen Autorennewsletter Tempest vor. Die Grundidee des Spiels bleibt dafür erhalten und der Spielablauf ebenso. Allerdings …

Vogel mit Rucksack – über abstrakte Bilder schreiben

Der Rucksack drückte ihm hart in den Rücken, bei jedem Schritt quollen einige der Kieselsteine heraus. Zwischen verwitterten Baumstämmen und Efeugeflecht war die Lichtung noch immer nicht zu erkennen. Sollte die Hexe nicht zu Hause sein, würde der Vogel wenigstens den Rückweg leicht finden.

So weit zu meinen Hänsel-und-Gretel-Assoziationen beim Anblick einer der Ecco-Karten aus dem OH-Verlag. Diese abstrakten Bildkarten benutze ich gerne in Schreibwerkstätten – mal schreiben alle über dasselbe Motiv, mal sucht sich jeder das Bild aus, das ihn spontan am meisten anspricht.

s-k-r-i-v-i-n-g wie Norwegen?

skriving bedeutet auf Norwegisch allerlei rund um das Stichwort „Schreiben“. skriving habe ich als Namen gewählt, als ich vor rund zehn Jahren anfing, freiberuflich zu arbeiten – mit allen möglichen Tätigkeitsgebieten rund ums Schreiben und mit Leidenschaft fürs Norwegische und Norwegen. Und wer sich das Logo genauer anschaut: Die Buchstaben setzen sich aus einem Lexikonartikel zusammen, der genauer erklärt, was skriving bedeutet. Deshalb kommt im Rahmen der Blog-Aktion „Stadt, Land, Fluss“ von Sabine Olschner von ferngeweht heute und hier mein Beitrag zu N wie Norwegen aufgehängt an den Buchstaben von skriving.

Ich freue mich auf die und an den Beiträge(n) der anderen; als Nicht-Reise-Blog bin ich wohl eher die Ausnahme. Mein Schwerpunkt liegt außerdem eher auf dem Text- als auf dem Bildmaterial, denn die längste Zeit war ich als Studentin in Norwegen – noch im vordigitalen Zeitalter …

Schreibspiele: Buchstabensammlungen

Mehr als Scrabble …

Also, mir geht die Puste ja noch lange nicht aus – die Puste, was meine Artikel zu Kreativen Schreibspielen im Autorennewsletter Tempest angeht. Da ist heute das nächste Thema dran: verschiedene Buchstabenspiele, denn Scrabble ist nicht alles, was man spielen kann, wenn man sich mit dem Grundmaterial unserer Sprache und damit auch unserer Geschichten und Bücher beschäftigen möchte.