Warum geknickt sein manchmal praktisch ist

Im Autorennewsletter Tempest erscheint heute der zweite Teil meiner Serie zu den Kreativen Schreibspielen. Es geht um einen Klassiker der Geburtstagsfeiern meiner Kindheit: Eine Runde von Spielern, jeder schreibt etwas auf einen Zettel, knickt dies weg und gibt den Zettel weiter – mehr braucht man dafür nicht. Dies lässt sich auch als Anregung fürs Kreative Schreiben nutzen …

Jeder schreibt etwas auf einen Zettel, knickt diesen so, dass der Nachbar nicht sehen kann, was man geschrieben hat, reicht den Zettel weiter, der nächste schreibt wieder etwas auf, knickt wieder um und so weiter. Als Schreibanregung gebe ich hierbei immer bestimmte Kategorien vor: Der erste nennt etwas zu „Statistischen Angaben“, das sind Dinge wie Name, Alter, Familienstand usw. Der nächste schreibt etwas zum Aussehen, der nächste zum Charakter, dann folgt etwas zur Ausbildung/zum Beruf, danach etwas zu Vorlieben und Abneigungen und schließlich gibt es bei mir noch die Kategorie „Leiche im Keller“. Damit ist ein (lustiges) Geheimnis gemeint, das einer Figur noch eine Extra-Note verleiht. Hier kommen solche Sachen zutage wie „klaut Socken in Umkleidekabinen“ oder „hat in seinem Gottesdienst-Liederbuch einen Krimi versteckt“ oder „leckt in Restaurants heimlich Besteck an anderen Tischen ab“. Wenn die geknickten Zettel ausgefüllt sind, bekommt der folgende Spieler eine Übersicht über seine Figur, bei der die unterschiedlichsten Ideen zusammengetragen sind. Die Schreib- oder Erzählaufgabe lautet nun meist: Stell dir eine Szene vor, die deine Figur erlebt! Bei dieser Runde gibt es immer viel zu staunen und zu lachen.

Mehr zu diesem Spiel im heutigen Tempest! Und am 20. September geht es in meiner Serie weiter mit der Vorstellung von verschiedenen Buchstabenspielen …

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