Wochen-Schreibtipps: T wie …

Nicht nur das Setting der letzten Woche sollte individuell auf den jeweiligen Text abgestimmt werden, auch das Tempo der Erzählung. Dazu gleich mehr.

T wie Ton

Jeder Text sollte einen eigenen Ton haben. Das hängt manchmal mit dem Stil des Autors zusammen, kann aber auch von Geschichte zu Geschichte variieren. Wenn (längere) Texte nicht am Stück geschrieben werden (können), ist es oft hilfreich, sich für den Wiedereinstieg das letzte Stück (laut) vorzulesen, um den eigenen Tonfall für diesen Text wiederzufinden.

T wie Tempo

Tempowechsel im Text halten die Spannung. Dialog kann das Tempo erhöhen, weil die Leser ihn durch die vielen Umbrüche und weißen Stellen auf der Seite schneller aufnehmen können. Dasselbe geschieht durch Absätze: ein gut strukturierter Text mit vielen freien Flächen erhöht das Tempo. Dafür sorgen auch mehrere kurze Sätze hintereinander – lange Sätze dagegen verlangsamen das Tempo.

T wie transportieren

Bei Lesungen transportieren die Autoren viel von ihrem Text zwischen den Zeilen durch Betonung, Pausen, Mimik usw. Beim „normalen“ Lesen der Leser im stillen Kämmerlein funktioniert das nicht. Deshalb sollte man schon beim Schreiben darauf vertrauen, dass der Text für sich spricht, der Rhythmus sich von selbst ergibt. Proben kann man es, indem man sich den eigenen Text von jemand anderem (einem möglichst Vortragsunbegabten) vorlesen lässt.

 

Und nächste Woche? Bei U geht es um Überflüssiges und Unzuverlässiges – na, was das wohlt gibt? Auf jeden Fall erscheinen die nächsten Schreibtipps zuverlässig am kommenden Montag!

 

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