Wochen-Schreibtipps: N wie …

Mit der M-otivation der letzten Woche geht es heute weiter:

N wie Namen

Die Figuren im Text sollten möglichst unterschiedliche Namen haben. Für die Leser wird es anstrengend, wenn Maren, Marc, Mirko und Marcel ständig zusammen sind. Das gilt auch schon für gleichsilbige und ähnliche klingende Namen wie Greta und Frida oder Hans und Franz.

N wie Nebenfiguren

Nebenfiguren können nicht so ausgeprägt charakterisiert werden wie die Hauptfiguren, zum Beispiel sollten sie nicht unbedingt Namen haben, sondern eher durch ihre Funktion oder ihr Verhältnis zur Hauptfigur benannt werden („der Paketzusteller“ oder der „Nachbar aus dem siebten Stock“). Damit sie jedoch nicht zu bloßen Schablonen verkommen, ist eine Idee, sie mit einem hervorstechenden Merkmal zu versehen. Das kann ein Tick sein, ein Accessoire oder ein Akzent. Nebenfiguren funktionieren gut als Spiegel für die Hauptfiguren. Wenn sie durch die Augen der Hauptfigur beschrieben werden, erfahren die Leser etwas über die Weltsicht der Hauptfigur. Und wenn die Nebenfiguren auf die Hauptfigur reagieren (auf ihre Kleidung, etwas Gesagtes oder eine Verhaltensweise) bekommen die Leser einen objektiveren Eindruck von der Hauptfigur als sie durch deren Selbstdarstellung bekommen können.

N wie Nominalstil

Nominalstil ist schwer zu lesen. Durch zu viele Hauptwörter hintereinander wirkt ein Text sehr passiv. Die Norweger nennen das beim Deutschen die „Substantivkrankheit“ – dort gilt nicht das Dogma, dass möglichst komplizierte Sätze von der Intelligenz des Autors zeugen … Viele Verben machen im Norwegischen Texte lebendig. Wie stark man selbst von dieser Schreibweise befallen ist, lässt sich gut beim Überarbeiten herausfiltern … und ändern!

 

Und in der nächsten Woche? Da wird es o-riginell!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.