Wochen-Schreibtipps: M wie …

An die Leser aus der letzten Woche sollte man spätestens beim Überarbeiten wieder denken, zum Beispiel beim Textaufbau. Mehr zur Text-Mitte gleich.

M wie Motivation:

Die Motivation kann nur aus einem selbst heraus kommen. Wer auf die Muse wartet, findet zu viele Ausreden. Erst einmal schreiben. Möglichst jeden Tag. Wer darauf wartet, entdeckt zu werden, verpasst viele Schreibgelegenheiten. Also: sich selbst mit Schreibimpulsen austricksen und mit Bildern, Reizwörtern oder Schreibspielmaterialien losschreiben.

M wie Mittelweg:

Der goldene Mittelweg heißt golden, weil er das Ideal ist, zum Beispiel zwischen Planung und freier Kreativität. Jeder muss beim Schreiben seinen eigenen Mittelweg finden, für manche kann das auch von Text(sorte) zu Text(sorte) verschieden sein. Komplett durchplotten oder einfach drauflos schreiben, eine Idee mit langem Atem durchziehen oder wegwerfen und neu beginnen, weder zu festgefahren sein noch ein Fähnlein im Winde der Figureneinfälle.

M wie Mitte:

Und noch einmal die Mitte: Denn der Mitte einer Erzählung wird oft zu wenig Gewicht beigemessen. Es gibt viel zu lesen über gelungene Texteinstiege und auch das Ende einer Geschichte bekommt in Ratgeberliteratur Beachtung. Doch wenn die Mitte eine Durststrecke ist, werden die Leser gar nicht erst beim Ende des Textes ankommen und nicht nach weiteren Werken dieses Autors lechzen. Damit die Leser in der Mitte nicht die Lust verlieren, kann eine kleine Geschichte in der Geschichte, ein Dialog, eine Wendung oder etwas anderes Besonderes aus der Trott reißen.

 

Und am nächsten Montag geht es um einen einfachen Kniff, um es den Lesern leicht zu machen: Mit der richtigen Namenswahl.

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