Wochen-Schreibtipps: L wie …

Leider kein eigener Punkt zu Liebe, nur zum Leben – und da gehört die Liebe doch dazu, oder?

L wie Leser

Die Leser sollte man nie unterschätzen, auch wenn man nicht weiß, wer mit welchen Erfahrungen, Einstellungen und Ansichten den Text lesen wird. Lesern muss man nicht alles erklären. Sie zu unterschätzen, ist ein fataler Fehler. Leser merken sich Details wie Namen und Haarfarben, Berufe und Essgewohnheiten, sie kombinieren gerne selbst Erkenntnisse und füllen Lücken in der Figurencharakterisierung mit ihrer Fantasie. Sonst wird Lesen langweilig.

L wie Leben

Leben ist Recherche, keine Zeitverschwendung. Auch wenn tägliches Schreiben übt und viel schreiben viel übt, braucht man als Autor Einflüsse von außen und seien es Begegnungen auf Spaziergängen, Beobachtungen im Bus oder Gespräche an der Supermarktkasse. Wer sich in sein stilles Kämmerlein einschließt, wird es schwer haben, über das zu schreiben, was vor seinem stillen Kämmerlein ohne ihn stattfindet.

L wie Lieblingswörter

Ein harter, aber sinnvoller Tipp: Die eigenen Lieblingswörter streichen. Jeder von uns benutzt bestimmte kleine Wörter besonders häufig. Solche Lieblingswörter sind oft nur Füllwörter, die den Text aufblähen und/oder gar nicht zu den Figuren passen. Wenn man erst einmal heraus gefunden hat, welche Wörter das in den eigenen Text sind, kann man sie suchen und streichen oder ersetzen. Im Internet gibt es diverse Listen von Füllwörtern, auf die man seine eigenen Texte abklopfen kann, zum Beispiel  auf Wikipedia. Figuren dürfen natürlich Lieblingswörter haben – da eignen sie sich wunderbar zur Charakterisierung über (Sprach-)Macken.

 

Das M nächsten Montag wird selbstverständlich sehr m-otivierend …

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.