Wochen-Schreibtipp: Vier Tipps zum B…

In der letzten Woche sind wir mit unserer zweiten Runde durchs ABC der Tipps zum Kreativen Schreiben mit dem A gestartet. Heute geht es ausBalanciert weiter …

B wie Boxen

Eine bekannte Formulierung aus Schreibratgebern ist es, am Ende einer Geschichte alle Boxen zuzumachen. Damit ist gemeint, dass alle Figuren, die eingeführt wurden, und alle Handlungsstränge, die begonnen wurden, zu einem befriedigenden Ergebnis geführt werden sollen. Leser haben ein gutes Gedächtnis und sie ärgern sich, wenn am Ende zu viel von dem offen bleibt, was im Laufe des Textes angelegt wurde.

B wie Balance

Leser möchten überrascht werden und lieben doch Vertrautes. Die Balance dazwischen zu finden, ist oft das Entscheidende. Spannende und unerwartete Wendungen und dennoch Figuren, mit denen man sich identifizieren kann.

B wie Beschreibungen

Beschreibungen spiegeln immer eine Weltsicht. Im Idealfall zeigen die Beschreibungen im Text die Weltsicht der jeweiligen Perspektivfigur. Wie eine andere Figur gekleidet ist oder sich verhält, wirkt auf verschiedene Figuren unterschiedlich. Dass in beschreibenden Passagen die Weltsicht des Erzählers mit der des Autors gleichgesetzt wird, damit sollte man rechnen und sich zum Beispiel für Lesungen auf solche Fragen vorbereiten. Da ist es gut, wenn man seine eigenen Standpunkte kennt.

B wie Betriebsblindheit

Vor Betriebsblindheit ist keiner gefeit. Dagegen hilft nur: Abstand. Denn der schärft den Blick auf den eigenen Text: Nach ein paar Tagen – oder noch besser Wochen oder gar Monaten – kann man einen eigenen Text fast wie einen fremden lesen und so besser überarbeiten. Noch sicherer ist man natürlich mit einem wirklich externen Leser …

 

Und am nächsten Montag wird uns das C-haos hoffentlich nicht überrollen, wenn es mit den C-Tipps weitergeht …

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