Wochen-Schreibtipp: V wie …

Beim Schreiben geht es zunächst ums Schreiben. Doch für viele Autoren gehört das Veröffentlichen dazu. Dazu gibt es keinen Tipp, wie man den besten Weg zur Veröffentlichung findet, sondern einen zum Nachdenken.

V wie verbessern

Den eigenen Text immer weiter verbessern zu wollen, zeugt von Respekt für die Leser. Dieser eigene Anspruch ist gut, allerdings kann verbessern auch irgendwann zu verschlimmbessern führen. Nach einer Ruhepause und dem x-ten Durchgang ist die Geschichte bei anderen Lesern sicherlich in den besseren Händen. Kein Text wird je fertig und perfekt sein, niemals komplett fehlerlos und nicht mehr überarbeitungswürdig. Als Autor muss man aber auch lernen, loszulassen, denn eine Geschichte ist etwas Menschliches, und Menschen sind nie fertig, nie perfekt.

V wie veröffentlichen

Nie war Veröffentlichen so einfach wie heute. Aber auch noch nie war Löschen und Unauffindbar-Machen so schwierig wie heute. Daran sollte jeder Autor denken, bevor er Texte veröffentlicht – egal, ob als gedruckte Bücher über einen Verlag, als E-Books im Self-Publishing, in Zeitschriften oder auf Internetseiten. Stehe ich auch noch in dreißig Jahren hinter dem, was ich heute vor aller Augen preisgebe?

V wie vertraut

Dem Autor Vertrautes muss nicht gleichzeitig dem Leser vertraut sein. Denn alle Leser haben individuelles Wissen und eigene Erfahrungen. Diese Unterschiede zwischen sich und den anderen sollte man beim Schreiben beachten und immer wieder einen Schritt vom Text zurücktreten: Wäre dieser Abschnitt auch dem Mann im Mond verständlich?

 

Ob es am nächsten Montag um die W-ahrheit geht und nichts als die W-ahrheit? Wir werden sehen.

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