Wochen-Schreibtipp: Q wie …

Da wir das Prokrastinieren aus der letzten Woche natürlich endgültig hinter uns gelassen haben, kommen heute pünktlich die Q-Schreibtipps:

Q wie Qualität

Über Qualität lässt sich bekanntlich streiten. Die Trennung zwischen ernsthafter und Unterhaltungs-Literatur finde ich nicht sinnvoll – in Norwegen zum Beispiel gibt es das so gar nicht; dort dürfen sich Autoren, die unterhalten, auch ernsthafte Schriftsteller nennen und ernsthafte Schriftsteller sollen gleichfalls unterhalten … Dennoch finde ich den Begriff Qualität wichtig beim Schreiben, denn er verdeutlicht unseren eigenen Anspruch an uns selbst: Für die Leser möchten wir unser bestmögliches Ergebnis abliefern. Nicht weniger haben sie verdient!

Q wie Qual

Qual(en): „Quäl dich, du Sau!“ Diese Anfeuerung von Udo Bölts hat Jan Ulrich beim Tour de France-Sieg geholfen. Nun, das mit dem Doping sollten wir ihm nicht nachmachen … Aber es gibt ja genug legale Tricks, mit denen wir uns zu geistigen Höhenflügen bringen können: Schokolade, gute oder schreckliche Bücher, Musik, frische Luft, Tee, … Qualen gehören aber zum Schreiben dazu, denn man kann nicht ständig von der Muse geküsst und voller Inspiration und Freude am Schreibtisch sitzen. Disziplin, Ausdauer und handwerkliche Grundlagen sind wohl die zuverlässigeren Helfer beim Schreiben und Überarbeiten …

Q wie Quelle

Quellen gibt es viele: Inspirationsquellen, Recherchequellen und leider auch Ablenkungsquellen. Die letzten sollten wir möglichst ausschalten (Tür zu, Telefon leise, Internet aus), die mittleren gezielt und sinnvoll nutzen und die ersten kennen … Bilder, Musik, Schreibspiele, Zeitungen und die Leute auf der Straße – all das kann zu Einfällen führen, denen wir nachspüren können.

 

Am nächsten Montag geht es unter anderem um Redeeinleitungen – ein Thema, an dem sich die Geister ewig scheiden werden …

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