Wochen-Schreibtipps: H wie …

Letzte Woche ging es schon um Genie versus Handwerk, und daran knüpfen wir diese Woche an:

H wie handwerkliche Grundlagen

Zu den handwerklichen Grundlagen, die man einüben kann, gehören so profane Dinge wie Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik. Das klingt vielleicht nicht nach abenteuerlichem Schriftstellerleben, erleichtert selbiges aber ungemein. Es spart Zeit, nicht alles nachschlagen oder darüber grübeln zu müssen, und stimmt die Testleser bzw. Verlags- und Agenturmitarbeiter milder, wenn es sitzt. Ansonsten gilt: Schreiben übt schreiben – und für alles dazwischen gibt es ja diese Wochentipps hier …

H wie hypothetische Leser

Sich spätere Leser vorzustellen, hilft vielleicht einigen beim Schreiben. Allerdings ist es nicht sinnvoll, für hypothetische Leser zu schreiben, denn wer weiß, wohin sich Trends und Lesegewohnheiten bis zur Veröffentlichung entwickeln. Lieber sollte man für sich selbst als Leser schreiben: Wenn man etwas schreibt, das man selbst gerne lesen würde, kennt man sich damit aus und hat Freude daran – und das steckt an.

H wie Hauptfigur

Eine Hauptfigur braucht jeder Text – oder mehrere. Man sollte sich dabei aber nicht verzetteln, denn Leser leiden gerne mit jemandem mit. Wenn viele Figuren gleichberechtigt nebeneinander stehen, wirken sie auf die Leser schnell beliebig – und es kommt keine Nähe auf. Hauptfiguren unterscheiden sich nicht nur durch ihre quantitative Präsenz, mit der sie im Text vorkommen, sondern auch in ihrer qualitativen Gestaltung. Sie brauchen Namen, eine Biografie sowie stärkere Ziele und Motive.

 

Und nächste Woche? Informationen sind wichtig, aber damit zuschütten sollte man seine Leser auch nicht …

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