Veröffentlichen in Literaturzeitschriften

Raus aus der Schublade, rein ins Druckwerk!

So leitet Schreibtrainer Andreas Schuster seine 13. Podcast-Folge rund ums Veröffentlichen in Literaturzeitschriften ein:

Bloß für die Schublade zu schreiben, kann ganz schön frustrieren. Aber das muss nicht so bleiben!

 

Darum geht es im Interview zum Veröffentlichen in Literaturzeitschriften

Als Schreibgruppenleiter haben Andreas Schuster und ich Erfahrung mit unterschiedlichsten Texten und verschiedensten Autoren. Vielen ist gemeinsam, dass sie irgendwann den Schritt in die Öffentlichkeit wagen möchten. Literaturzeitschriften und Anthologieprojekte sind dafür eine gute Möglichkeit, die eigene „Markttauglichkeit“ zu testen – zumindest für Autoren, die auch kürzere, in sich abgeschlossene Texte schreiben.

Andreas Schuster hat mich dazu befragt, wie die Landschaft der Literaturzeitschriften in Deutschland aussieht und wie es um Anthologieprojekte bestellt ist. Im Gegensatz zum englischsprachigen Markt ist es hier so, dass es kaum bezahlte Veröffentlichungen in Zeitschriften gibt. Für die meisten Schreibenden gibt es also andere als monetäre Gründe, Texte bei Ausschreibungen einzureichen: sich vernetzen in der Branche, Erfahrungen sammeln, Renommee aufbauen. Eine Veröffentlichung in einer Literaturzeitschrift kann zum Beispiel ein Schritt sein, um Herausgeber anderer Zeitschriften kennenzulernen und so weitere Veröffentlichungen zu ermöglichen. Für einige Wettbewerbe muss man auch die Voraussetzung erfüllen, bereits veröffentlicht zu haben – wozu ein ein Literaturzeitschriften-Beitrag zählen kann. Wieder andere Wettbewerbe – und die daraus resultierenden Veröffentlichungen – sind tatsächlich finanziell attraktiv: Wenn auch nicht für die Veröffentlichung direkt gezahlt wird, gibt es jedoch manchmal Preisträger für die Sieger-Beiträge.

Veröffentlichen in Anthologieprojekten

Anthologieprojekte gibt es oft mit thematischem Schwerpunkt (Weihnachten oder Urlaub sind wiederkehrende Themen). Oder mit regionalem Bezug. So ist zum Beispiel gerade die Anthologie „Schön hier!“ erschienen, in der rund 30 Autorinnen und Autoren ihre Lieblingsplätze und Herzensorte in Westfalen präsentieren. In dieser Anthologie bin ich mit zwei Beiträgen vertreten. Zur Teilnahme bin ich gekommen, weil mich einer der Herausgeber kannte – durch eine Veröffentlichung in einer Literaturzeitschrift, die ebenfalls aus Münster stammt: Am Erker.

Und wie kommt man nun in die Zeitschriften und Anthologien hinein?

Zunächst einmal muss man von den Ausschreibungen erfahren. Hier sind ein paar Linktipps:

  • literaturport listet Stipendien und Wettbewerbe mit Preisen auf
  • the tempest ist der monatliche Newsletter von autorenforum.de mit vielen Experten-Beiträgen und Schreibtipps
  • im Autorenwelt-Newsletter erfährt man von interessanten Ausschreibungen
  • Asphaltspuren – hier finden sich immer wieder spannende Ausschreibungen mit herausfordernden Bedingungen

Und wenn man sich nicht unbedingt beteiligt, erhält man dennoch immer wieder spannende Schreibimpulse durch Themen und Vorgaben.

Ansonsten ist der wichtigste Tipp: sich unbedingt an die Vorgaben halten! Der Literaturmarkt ist klein und man macht sich unbeliebt, wenn man Jurys unnötig Arbeit aufhalst. Also, bitte an Altersangaben, Längenvorgaben, Formatierungsvorschriften und selbstverständlich an das Thema halten.

Weitere Themen, über die Andreas Schuster und ich gesprochen haben:

  • In welchem Schreibstadium bin ich und welche Veröffentlichungsmöglichkeit passt deshalb zu mir?
  • Zu welchem Zeitpunkt kann man ans Veröffentlichen denken?
  • Wie werden die eigenen Texte veröffentlichungsreif?
  • Können Schreibgruppen und Schreibwerkstätten beim eigenen Schreibweg helfen?

 

Lieber Andreas, vielen Dank für deine Fragen. Ich hoffe, wir konnten vielen Schreibenden ein bisschen Hilfestellung geben. Über weitere Linktipps und Erfahrungen mit Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften freue ich mich.

Und wer sich für weitere Podcast-Folgen interessiert: Frische Schreibtipps auf die Ohren gibt es regelmäßig – zuletzt Interviews mit Diana Hillebrand und Jurenka Jurk.

4 thoughts on “Veröffentlichen in Literaturzeitschriften

  1. Andreas

    Vielen Dank für die schöne Zusammenfassung, liebe Maike!

    • … und dir vielen Dank für die spannende Interview-Erfahrung, lieber Andreas!
      Viele Grüße
      Maike

  2. Gerda Maus

    Eine sehr interessante Folge, vielen Dank!!

    • Liebe Gerda,
      schön, wenn du daraus etwas mitgenommen hast. Andreas hat noch viele weitere spannende Podcast-Folgen. Viel Spaß damit!
      Viele Grüße
      Maike

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