Tipps für Self-Publisher

Erfolg als Self-Publisher

Für Autoren, die sich nicht unbedingt an einen der großen Verlage binden möchten oder eine für diese nicht interessante Zielgruppe erreichen wollen, stellt eine Veröffentlichung im Selbstverlag die beste Möglichkeit dar, den Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. Allerdings bringt die Unabhängigkeit von einem Verlag nicht nur die Freiheit mit sich, über die Form und den Inhalt des eigenen Buches selbstständig entscheiden zu können. Es entfallen dabei im Gegenzug auch sämtliche Marketing-Maßnahmen, die üblicherweise von einem Verlagsunternehmen übernommen werden. Mit den richtigen Ideen und persönlichem Engagement kann es aber auch Self-Publishern gelingen, mit ihrem Buch auf dem Markt Erfolg zu haben.

Buchgestaltung ist Teil des Marketings

Die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg bildet immer die Qualität des jeweiligen Produkts. Dies gilt selbstverständlich auch für Bücher. Es ist deshalb nicht damit getan, ein Buch zu schreiben, sondern es muss auch professionell gestaltet sein, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können. Ein gründliches Lektorat, mit dem formelle und inhaltliche Fehler vermieden werden können, ist dabei nur der Anfang. Bei manchen Self-Publishing-Plattformen ist ein Lektorat, wie unter www.buchschreiben.com ausgeführt wird, Teil des Angebotsumfangs. Wenn dies nicht der Fall ist, muss sich der Autor selbst um eine professionelle Textkorrektur kümmern. Die äußere Gestaltung ist ebenfalls von enormer Bedeutung, denn mit ihr wird die gewünschte Zielgruppe angesprochen. Es lohnt sich deshalb, bereits im Vorfeld den Markt zu erkunden, indem die Stile der entsprechenden Programmsegmente etablierter Verlage verglichen werden. Dank moderner Grafikprogramme ist es inzwischen auch Laien möglich, professionell wirkende Cover zu gestalten, die zum Genre des Buches passen und doch individuell sind.Spannende Einblicke, worauf man bei der Cover-Gestaltung achten sollte, gibt es in den Ausgaben der Zeitschrift Selfpublisher.

Auf den Klappentext sollte ebenfalls genügend Aufmerksamkeit verwendet werden, denn er dient dazu, das Interesse möglicher Leser zu wecken. Er sollte deshalb den Inhalt des Buches kurz anreißen, ohne zu viel oder zu wenig zu verraten. Der erfahrene Lektor Hans-Peter Roentgen gibt Tipps zur Verbesserung von Klappentexten im monatlichen Autorennewsletter The Tempest.

Kontakt mit Lesern knüpfen

Werbekampagnen, wie sie große Verlage durchführen, können sich Self-Publisher im Normalfall natürlich nicht leisten. Es gibt aber kostengünstige Möglichkeiten, zukünftige Leser auf ein im Selbstverlag erschienenes Buch aufmerksam zu machen. Am einfachsten gelingt dies, wenn an verschiedenen Orten Buchbesprechungen zu finden sind. Dazu können Autoren thematisch passenden Zeitschriften und Blogs Rezensionsexemplare zusenden. Falls das Buch einen Regionalbezug hat, berichten auch Lokalzeitungen und regionale Radiosender gerne darüber. Ein persönlicher Kontakt zu Lesern entsteht durch Lesungen. Gerade kleinere Buchhandlungen, die nur ein begrenztes Budget haben, nehmen gerne auch unbekanntere Autoren in ihr Programm auf. Auch Seniorenheime, Bibliotheken und – bei passendem Thema – Schulen oder Kindergärten können angesprochen werden. Eine Alternative zu einer klassischen Lesung ist eine Online-Lesung. Mit Hilfe von Video-Plattformen wie Youtube können so auch überregional neue Leser erreicht werden. Buchbesprechungsseiten wie Goodreads oder Lovelybooks machen ebenfalls einen direkten Kontakt zu Lesenden möglich. Freundliche Reaktionen auf Kritik und die Verlosung von Gratisexemplaren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das Buch weiterempfohlen wird.

Bücher-Bretagne-Sebastian-FrieDie eigene Bekanntheit erhöhen

Dank Internet und sozialer Medien ist es heutzutage für Autoren vergleichsweise einfach, sich bei dem relevanten Publikum einen Namen zu machen. Dies ist allerdings mit einem gewissen Aufwand verbunden, der sich aber bald bezahlt machen kann. Ein eigener Blog ist dafür ein guter Ausgangspunkt. Wenn ein Autor diesen nicht nur für die Vorstellung seines Buches nutzt, sondern dabei auch andere interessante Themen behandelt, kann er leicht die Neugierde von Menschen wecken, die sich nicht aktiv nach einem Buch umgeschaut hätten. Mit ein wenig Kreativität kann dies begleitet werden durch eigene Beiträge bei Facebook, Instagram, Tumblr und anderen Social-Media-Plattformen. Dies ist besonders wichtig, wenn eine jüngere und internetaffine Leserschaft angesprochen werden soll. Sachbuchautoren können einen Blog zusätzlich dazu nutzen, Beiträge zu veröffentlichen, die das Thema des Buches ergänzen, und so weitere Leser auf sich aufmerksam machen. Im Hobby-Bereich bietet sich auch ein eigener Youtube-Kanal an, da so Anleitungen und Empfehlungen praktisch vorgeführt werden können. Wer selbst keinen Blog führen möchte oder von der Erfahrung anderer Blogger profitieren will, kann auch anbieten, für andere Blogs kostenlose Gastbeiträge zu verfassen. In der Kurzbiografie kann dann auf das eigene Buch verwiesen werden. Falls die eigene Lebensgeschichte oder der Werdegang zum Schreiben besonders spannend oder ungewöhnlich ist, sollte ein Autor auch keine Scheu haben, diesen ebenfalls zum Thema zu machen. Zeitungen und Zeitschriften greifen gerne ungewöhnliche Lebenswege interessanter Menschen auf. Nicht zuletzt ist es für Self-Publisher empfehlenswert, sich mit anderen Autoren zu vernetzen. Dadurch steigt nicht nur die eigene Bekanntheit in der Buchszene, sondern es können auch wichtige Erfahrungen und Tipps ausgetauscht werden.

Solche und weitere Tipps versammelt Melanie Schultz unter buchschreiben.com – ich danke ihr für ihren Gastbeitrag.

Fotos: Frie

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